

Die Überströmventile setzen sich zusammen aus einer Kombination einer Überströmeinheit entweder des Typen LV (Steuerluft vorhanden) oder alternativ des Typen LNV (Steuerluft nicht vorhanden) sowie einem pneumatischen Quetschventil der Serie VF oder VMF/VM.
Im Einsatz werden die Überströmventile mit einem Vorspanndruck (Differenzdruck) beaufschlagt und sind somit in Normalstellung immer geschlossen. Der Vorspanndruck (Differenzdruck) der Überströmventile liegt nennweiten- und elastomerabhängig immer zwischen 2-2,5bar über dem maximalen Förder- bzw. Mediumsdruck. Der Druckeinsatzbereich der Überströmventile liegt nennweitenabhängig zwischen 0-6bar.
Der hauptsächliche Einsatzbereich der Überströmventile findet sich in Beipässen von Pumpen für Abwasser-, Schlamm- und sonstigen Suspensionsförderungen wieder. Jedoch werden Überströmventile häufig auch als Drucküberwachungs- oder Entlastungsventil an diversen Anlagen, Behältern oder Silos eingesetzt.
Sobald der maximale Förder- bzw. Mediumsdruck aufgrund von Rohrleitungsverengungen oder sonstigen Blockaden überschritten wird, fängt das Überströmventil an, sich kontinuierlich zu öffnen, und der entstandene Überdruck kann durch den Beipass der Pumpe oder Rohrleitung der Anlage zirkulieren. Somit schützt das Überströmventil diverse Pumpen und Behälter vor Überdrücken und hieraus entstehenden Überbelastungen von Motoren und Materialien. Steuerdruckänderungen können über integrierte Druckschalter überwacht werden.